Tagesworkshop zu Imperialismus

Ihr seid herzlich eingeladen, zu unserer Veranstaltung „Tagesworkshop: Imperialismus“ zu kommen. Der Workshop wird von der Hamburger Gruppe gegen Kapital und Nation gegeben.

**Anmeldung bis Mo., 7. Dezember an: asjbonn[ätt]riseup.net**

In diesem Gastworkshop der „Gruppe Gegen Kapital und Nation Hamburg“ soll das imperialistische Weltgeschehen in Zusammenhang mit Kapitalismus und Staat erklärt werden. Am Rande wird dabei hoffentlich auch klar, warum der Bezug vieler Linker darauf unvernünftig ist.

Der Workshop ist in einen Vor- und einen Nachmittagsblock aufgeteilt. Da die Platzzahl begrenzt ist, bitten wir euch, eure Anmeldung an asjbonn@riseup.net zu schicken. Wir teilen euch dann die genauen Infos zu Zeit und Ort mit.

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Zum Inhalt:
Der globale Kapitalismus wird nationalstaatlich verwaltet. Diese Nationalstaaten gehen aufeinander los, um sich gegenseitig für ihr Interesse, dem nationalen Kapital die Welt als Geschäftsfeld zu eröffnen, zu instrumentalisieren. Ergebnis ihres Versuchs sich gegenseitig unterzuordnen ist eine Staatenhierarchie, die sich zurzeit als westliche Weltordnung mit den USA und ihren westeuropäischen Verbündeten an der Spitze darstellt. Neben diesen Weltmächten gibt es noch Staaten, die eigentlich kein nationales Kapital haben und auch kaum Staaten sind, insofern sich eher in einem permanenten Bürgerkrieg darüber befinden, welches Racket an der Benutzung der heimischen Reichtumsquellen durch ausländisches Kapital schmarotzen darf (z.B.Nigeria). Weiterhin gibt es Staaten, die es zu so etwas wie einem nationalen Kapital geschafft haben, und darüber eigene nationale Ordnungsinteressen entwickelt haben. Als eigensinnig-dienstbare Regionalmächte treten sie auf der Weltbühne auf, und versuchen in ihrer Unterordnung unter mindestens eine imperialistische Macht selbst mächtiger zu werden (zB. Saudi-Arabien, Iran). Darüber hinaus gibt es noch Staaten, die zwar selbst durchaus genug Machtmittel haben, um auch überregional das Weltgeschehen mitzubestimmen, aber nicht Teil des westlichen Blocks sind, wie zum Beispiel China und Russland.
Zu dieser Weltordnung stellen sich Linke regelmäßig parteilich für eine Seite. Sogenannte Antiimperialisten und Antideutsche blicken regelmäßig vom Feldherrenhügel auf die Weltkugel und betreiben Politikberatung. Interessieren tut das zwar niemanden, der etwas zu sagen hat, aber sie selbst kommen sich beim Däumchendrücken für den eigenen Champion sehr aktiv vor.
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Der Inhalt des Workshops gibt nicht umbedingt den Gruppenkonsens wieder.