Offenes Treffen im Rahmen der Linken Ersti*-Woche

Im Rahmen der linken Ersti*-Woche findet unser offenes Treffen am 27. April 2017 um 19 Uhr im Netzladen statt.

Wir werden einen kurzen Vortrag zum Thema „Was ist eigentlich Anarchismus?“ halten und möchten danach in gemütlicher Runde beisammensitzen, reden und uns kennenlernen.

Ab 21 Uhr startet vom Netzladen aus dann die Kneipentour der linken Ersti*-Woche durch die alternative Bonner Kneipenszene.

Wir freuen uns auf euch und natürlich seid ihr auch willkommen, wenn ihr keine Erstis mehr seid oder gar nicht studiert.

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Raus zum 1. Mai!

Heraus zur libertären 1. Mai-Demo um 14:00 Uhr am Kaiserplatz! Ab etwa 16:00 Uhr Straßenfest auf dem Frankenbadplatz.

Wir erleben im Moment einen gesellschaftlichen Roll-Back. Rechte aller Couleur haben Zulauf und wähnen sich zu Recht im Aufwind. In fast allen europäischen Staaten konnten rechte Parteien starke Zuwächse verzeichnen und haben in manchen Ländern sogar Perspektiven, die Macht zu übernehmen. Gleichzeitig nehmen rassistische, antisemitische, sowie homo- und transfeindliche Angriffe stark zu, während die deutschen Asylgesetze so weit verschärft wurden, dass von einem „Recht auf Asyl“ nur noch die größte Zyniker*in sprechen kann.

Dem entsprechend hat der radikale Islam weiterhin starken Zustrom, auch wenn sich der selbst ernannte „Islamische Staat“ inzwischen in der Defensive befindet. Die öffentlichkeitswirksame „Sharia-Polizei“, sowie die „Lies“-Stände waren hierzulande nur die offensichtlichsten Ausprägungen dieser Ideologie. Unterdessen mutiert in den USA ausgerechnet der Hidjab zu einem feministischen Symbol.

So erfreuen sich inzwischen auch autoritäre Identitätspolitiken im antirassistischen und queeren Spektrum immer größerer Beliebtheit, deren Vertreter*innen jede ihnen nicht genehme Stimme zum Schweigen zu bringen versuchen; einen Anspruch an ökonomische Analysen patriarchaler Verhältnisse haben sie nur noch in Einzelfällen. Das Bewusstsein für die gesellschaftliche Vermittlung eben jener Identitäten geht darüber verloren, wodurch auch die Verlagerung ehemals staatlicher Kontrollmechanismen ins Individuum völlig aus dem Blick gerät. Wenn alle ihres eigenen Glückes Schmied sind, gehen kollektive und solidarische Perspektiven verloren.

Unterdessen hat mensch sich an die autoritären Linken, die immer noch in (schon damals weltfremden) Feindbildern des Kalten Krieges hängen geblieben sind und für die Israel und die USA dem großen Satan entsprechen, traurigerweise schon längst gewöhnt.

Arbeitsgesetze, die in Deutschland schon seit Jahren Realität sind, veranlassen Menschen aller gesellschaftlichen Positionen in Frankreich Molotow-Cocktails auf Polizist*innen zu schmeißen noch bevor sie verabschiedet werden. Währenddessen erliegen Menschen in Deutschland immer mehr ihrem Arbeitsfetisch und eine Perspektive zur Verbeserung der eigenen Situation wird gar nicht mehr in Betracht gezogen oder geht im liberalen Gewerkschaftssumpf und chauvinistischen Ressentiments unter.

Bei all dem scheinen wir momentan nicht viel mehr tun zu können, als gewonnene Freiheiten zu verteidigen und alles zu tun, damit diese Gesellschaft nicht noch schlimmer wird. Trotzdem ist es gerade in solchen Zeiten wichtig, eine Alternative aufzuzeigen: Das Ideal einer Gesellschaft, in der jeder Mensch sich nach seiner Façon selbst entfalten und glücklich werden kann, in der der Kapitalismus überwunden und eine Wirtschaft eingerichtet wurde, die zum Ziel hat, die Bedürfnisse der Menschen so gut es geht zu befriedigen. Eine Gesellschaft, in der Antisemitismus, Sexismus, Rassismus, Homo- und Transphobie, sowie jede andere Art von Chauvinismus ausgerottet wurden, in der es kein Patriarchat mehr gibt und es unerheblich ist, welches Geschlecht, sexuelle Orientierung, Hautfarbe oder Herkunft ein Mensch hat.

Mag der erste Mai inzwischen zum Ritual verkommen sein, so symbolisiert sein Ursprung eben doch die Sehnsucht nach einer Gesellschaft, in der die Freiheit des Menschen das oberste Ideal darstellt! Während im 19. Jahrhundert der Acht-Stunden-Tag und tarifliche Bezahlung erkämpft wurden, muss heute ein neuer Ansatz für solche Kämpfe gefunden werden. Dabei muss reproduktive Arbeit (ob unbezahlt oder nicht), ebenso wie patriarchale und rassistische Ausbeutung und Gewalt mitgedacht und sich nicht nur auf produktive Lohnarbeit versteift werden.

Wir müssen neue Aktionsformen für neue und alte Arbeitskämpfe finden. Wir müssen uns und unseren Alltag solidarisch und selbstbestimmt organisieren und dabei all jene Ausgebeuteten, Unterdrückten, Lohnabhängigen einbeziehen.

Denn die Befreiung aller Menschen kann nur das Werk aller Menschen sein!

Antisemit, das geht nicht unter Menschen

„Antisemit, das geht nicht unter Menschen – Anarchistische Positionen zu Antisemitismus, Zionismus und Israel“, ein Vortrag mit Jürgen Mümken, organisiert von der ASJ Bonn

Der Vortrag wird am 13.01.2017 im Hörsaal 17 der Universität Bonn stattfinden. Im Anschluss wird es die Möglichkeit geben, sich mit Autor und Anwesenden in die Diskussion zu begeben. Im folgenden findet ihr den Ankündigungstext.
Eine freiheitliche, sozial gerechte Gesellschaft kann nur dann erreicht werden, wenn zuvor auch eine der ältesten Gruppenfeindschaften der Menschheitsgeschichte, der Antisemitismus, der im letzten Jahrhundert durch den deutschen Nationalsozialismus zum schlimmsten Menschenverbrechen der Geschichte geführt hat, in den Köpfen und Herzen aller Menschen dauerhaft beseitigt wird. „Antisemit, das geht nicht unter Menschen“ weiterlesen

Aufruf zum libertären 1. Mai

Heraus zur libertären 1. Mai-Demo um 14:00 Uhr am Kaiserplatz! Ab etwa 16:00 Uhr Straßenfest auf dem Frankenbadplatz

Es ist wieder einmal soweit: Der Tag der Arbeit und damit traditionell der linken und linksradikalen Gruppierungen steht vor der Tür.
Arbeit kann eine schöne Sache sein – sofern sie nicht vollkommen entfremdet, aufgedrängt durch ökonomische Zwänge und durchgesetzt von einem Zurichtungsbetrieb namens „Agentur für Arbeit“ daherkommt. Schaffend und kreativ tätig zu sein kann erfüllen. Dennoch sind Menschen, die gerne zu Arbeit gehen, rar gesät.
Nirgendwo sonst werden Hierachien und mangelnde Selbstbestimmung so deutlich wie in dem Moment, in dem der*die Chef*in rumbrüllt und Überstunden nicht bezahlt werden,. Existenzängste lassen einen gleichzeitig paradoxerweise aber „hoffen“, seinen Job nicht zu verlieren. Die gesamte Ökonomie des Kapitalismus ist hierarchisch aufgebaut (ob offen oder versteckt) und alle Mitspieler*innen befinden sich in einem Regelwerk aus vermeintlichen und tatsächlichen Sachzwängen. All dies ist menschengemacht und kann von uns selber überwunden werden. Im Folgenden ein paar Thesen auf dem Weg zum schönen und freien Leben: „Aufruf zum libertären 1. Mai“ weiterlesen

Bildung und Wissen im Kapitalismus

Das Tagesseminar findet am 09.04.2016 von 12 bis ca. 19 Uhr statt. Bitte meldet euch unter asjbonn[at]riseup.net für die Veranstaltung an, den Veranstaltungsort erhaltet ihr dann per Mail.

Die Vermittlung von Wissen an die nachfolgende Generation gilt gemeinhin als die Aufgabe von Schule und Hochschullehre. Wir meinen dem ist nicht so. Das primäre Ziel des Bildungswesens scheint vielmehr eine selektive Wissensvermittlung und die Selektion der Bevölkerung anhand dieser Wissensvermittlung zu sein. Wie das vonstattengeht und welche Gründe dafür vorliegen soll Inhalt des ersten Teils des Seminars sein. Es soll geklärt werden, wie vom Bildungswesen erfolgreiche und nicht erfolgreiche Schüler_innen und Student_innen geschaffen werden und warum sich – trotz all der Paukerei – keine Garantie ergibt, nicht doch noch zu den „Bildungsverlierern“ zu gehören. Desweiteren soll diskutiert werden, was eigentlich über die Klassenlage ausgesagt werden kann, wenn man derartig auf eine erfolgreiche Bildungskarriere angewiesen ist. Was bedeutet es, die Disziplinierung in der Schule, die Büffelei, den ständigen Konkurrenzkampf und den permanenten Leistungsdruck als Chance sehen zu müssen? „Bildung und Wissen im Kapitalismus“ weiterlesen

Facebook

Eine Anmerkung in eigener Sache:

Wir haben einen Account bei Facebook erstellt, mit dem einzigen Ziel, von uns organisierte Veranstaltungen zu bewerben und andere Texte zu verlautbaren. Wir wissen, dass es für viele schlicht praktisch ist, via Facebook informiert zu werden.

Wir werden aber keine weitergehenden Infos über die Facebook-Server laufen lassen, insbesondere finden wir, dass dies hier kein Rahmen ist für eine inhaltliche Diskussion. Einerseits sind wir mit den Nutzungsregeln nicht einverstanden, diese würden außerdem Aussagen verfälschen und aus dem Zusammenhang reißen. „Facebook“ weiterlesen

Wird nachgeholt: Antirepressions-Workshop

Der für November anberaumte Antirepressions-Workshop von Jörg Bergstedt, muss im Dezember nachgeholt werden.
– Genauere Informationen folgen. –

Vorraussichtlich findet die Veranstaltung in der Ermelkeilkaserne statt.

Mögliche Themen sind:
-Flächen besetzen und befreien
-Training zu kreat. Antirepression
-Training zu offensiv geführten Gerichtsverhandlungen
-Training zu offensivem Umgang mit Polizisten

Bitte meldet doch zurück, an welchen Themen ihr Interesse habt, es kann mit Sicherheit auf Wünsche eingegangen werden.
Die genaue Uhrzeit wird nochmal herausgegeben, der Workshop wird kostenlos angeboten (über eine Spende sind alle Beteiligten natürlich trotzdem dankbar).
Um eine Voranmeldung wird gebeten, es ist allerdings auch möglich spontan vorbeizukommen. Es wäre nur äußerst nett uns die Planung zu vereinfachen.